Vor einer Weile habe ich den Post zum Shooting von Rebecca Bichsel auf Facebook gesehen. Fand die Idee eigentlich super, aber hatte irgendwie nicht den „Mumm“ mich zu melden.
Ohne Mascara gehe ich normalerweise nicht aus dem Haus…geschweige denn vor eine Kamera. Ich schminke mich im Allgemeinen höchstens auf grösseren Anlässen etwas mehr. Aber ganz ohne…?
Als ich dann im Dezember einen erneuten Post gesehen habe, erkannte ich auf einem der Fotos meine ehemalige beste Freundin aus der Oberstufenzeit. Also sprach ich sie darauf an und sie meinte, dass es „eine coole Sache“ sei und Spass gemacht habe.
So raffte ich mich auf mit dem Motto „Jetzt oder nie“. Es könnte mir vielleicht helfen, dass ich in Zukunft auch mal ohne Mascara aus dem Haus gehen kann, ohne mein Gesicht so leer und blass zu finden. Es so zu akzeptieren, wie es ist.
Nun ja, es war komisch an dem Sonntag so „nackt“ aus dem Haus zu gehen, aber es hat sich gelohnt.
Mir kam es vor, als wenn das Shooting in null-komma-nichts vorbei war. Es war nicht das erste Mal, dass ich vor einer Kamera stand und doch war ich ziemlich angespannt. Das kurze Gespräch mit dir und deine positiven Zusprüche haben mich aber aufgelockert.
Hätten wir etwas mehr Zeit gehabt, dann hätte ich es wohl auch noch gewagt mein freches, verrücktes Gesicht ganz ungeschminkt zu zeigen.
Die Fotos sind sehr schön geworden. Wenn ich sie anschaue muss ich sagen: „Ist eigentlich gar nicht schlimm.“
Auch die vielen positiven Rückmeldungen im Facebook, Instagram und privat haben mich ermutigt.
Und siehe da, ich kann ohne Mascara aus dem Haus, ohne dass jemand das Gefühl hat, ich sei einer Zombieapokalypse entsprungen.
Das Shooting empfehle ich allen, denen es ähnlich geht wie mir. Das „Problem“ ist IN unserem Kopf und nicht aussen.
Wir sind alle gut, so wie wir sind!