Mehrere Gründe, warum dich ein Foto-Workshop nicht nur im technischen Bereich weiterbringt

Selbstverständlich besuchst du einen Workshop in erster Linie, um deine Foto-Skills zu verbessern und dein Portfolio zu ergänzen.
Da gibt es noch viele Gründe mehr, warum du noch viel mehr profitieren kannst:

Sei offen für Neues und wage es anzugehen.

Gerade wenn du im Kurs neue Herangehensweisen im technischen Bereich kennenlernst, so scheu dich nicht, diese Arbeitsweise auch unter Anweisung der Workshopleitenden ausgiebig zu testen. Das heisst möglicherweise für dich, raus aus der Komfortzone, probiere es unbedingt aus. Ignoriere dein inneres «Ich mach das aber immer so…».

Es warten unter Umständen weitere Herausforderungen auf dich. Nimm sie an, denn nur so kannst du dich weiter verbessern.

  • Das Model und du finden keinen gemeinsamen Zugang zueinander. Ein schwieriger Moment. Auch hier solltest du flexibel bleiben, dich nicht irritieren lassen. Suche verschiedene Möglichkeiten, doch eine Verbindung herzustellen, lass nicht locker. Stelle Fragen, interessiere dich für dein Gegenüber, mache einen lockeren Spruch (Vorsicht, der darf nicht plump sein!)
  • Eigene Shootingsets innert kurzer Zeit zu erstellen und damit auch erst mal zufrieden zu sein. Gehe am Morgen mit den Gedanken an den Workshop, dass auch DU kreativ sein darfst. Lass dich von dem eigenen Druck oder von anderen Teilnehmern nicht durcheinanderbringen. Konzentriere dich auf deine Stärken und Ideen. Probiere sie aus, eventuell musst du während deiner Shootingzeit kleinere Anpassungen vornehmen. Gib dein Bestes. Im schlimmsten Fall gefallen dir die Fotos nicht. Aber für die Tonne sind sie sicher nicht. Analysiere die Bilder im Nachhinein, suche ihre Stärken und Schwächen.
  • Professionelles Model kontra Amateur-Model:
    Womöglich merkst du, dass dir der Umgang mit der einen Art der Models besser liegt. In dem geschützten Umfeld eines Workshops kannst du ruhig beide Möglichkeiten testen.
  • Bilderauswahl mal umgekehrt: Das Model erhält alle Bilder, die möglich wären. Also auch diejenigen, die du nur in zweiter oder dritter Priorität wählen würdest. Überlege dir dabei gut, ob du mit jedem der Bilder, die du zur Auswahl schickst, umgehen kannst und es auch verwenden würdest. Ein Bild, das du gar nicht verwenden wirst, weil es zum Beispiel an der falschen Stelle scharf ist oder der Ausdruck gar nicht vorteilhaft erscheint, gehört nicht in diese Sammlung. Aber es sollen wirklich auch Bilder dabei sein, die du im ersten Durchgang nicht wählen würdest.
    Das Model darf nun ihrerseits die Bilder auswählen, die sie am liebsten mag. Genau diese Bilder wirst du bearbeiten und auch nur die dürfen verwendet werden. Wie wird die Auswahl sein? Wie umgehen, wenn deine Favoritenbilder nicht in der Auswahl sind?

Mir ist es so ergangen, dass die Auswahl ganz anders aussah, als ich sie getan hätte. Meine Lieblingsbilder waren bei ihrer Auswahl nicht dabei. Erst war ich geschockt, fast ein bisschen frustriert. Doch danach habe ich zwei Dinge getan:

1. Kommunizieren und argumentieren.
Bestimmt einigt ihr euch auf mehrere Bilder, von denen nicht bei allen beide Parteien vollauf begeistert sind, die aber für beide ok sind.
Selbstverständlich bearbeitest du sämtliche Bilder in deinem Stil und stellst sie dem Model zu Verfügung
.

Zu einem guten Foto gehören zwei, das ist nichts Neues.

Der Fotograf, der das Bildermachen beherrscht und sich Gedanken zum Aufbau des Bildes macht, sowie das Model, das aus ihrer Sicht versucht, möglichst die Vorgaben mit Einfluss der eigenen Persönlichkeit umzusetzen.

Aus diesen Gründen braucht es aus meiner Sicht beide Parteien, die über die endgültige Auswahl entscheiden.

2. Die Bilder der Modelauswahl studieren. Was ist an genau diesem Bild so gut, dass es ausgewählt wurde? Das Hinterfragen des Bildes, des Bildaufbaus, des Ausdrucks bringt dich weiter, öffnet dir einen weiteren Horizont.

  • Workshops sind super Gelegenheiten, sich zu vernetzen. Gemeinsame Erlebnisse schaffen Verbindungen. Du kannst hier Wegbegleiter auf der gleichen Wellenlänge finden. Ihr könnt euch gegenseitig austauschen und im «richtigen» Leben einander Rückmeldungen geben, Tipps weiterleiten, euch für neue Projekte motivieren und vielleicht sogar mal gemeinsam ein Shooting organisieren.

Zum Schluss: Hinterfrage deine ganzen Erfahrungen gründlich!

Ist dies die Technik, die mir passt?
Ist diese Vorgehensweise für mich sinnvoll? Oder nehme ich für mich nur gewisse Arbeitsschritte mit?
Wie gehe ich mit Menschen um, zu denen ich nicht sofort den Zugang finde?
Kann ich mich mit jemanden zusammentun, um mich über die Fotografie auszutauschen, von dem ich eine Reflexion zu meiner Arbeit bekomme? Kann ich im Gegenzug auch meine Ansichten mitteilen?

Nach einem Workshopbesuch nimmst du nicht nur neue Bilder mit. Du kannst enorm auf vielen Ebenen profitieren, wenn du es zulässt.

Kannst du meine Aufzählung noch mit weiteren Punkten ergänzen? Schreib mir in den Kommentaren.

Sämtliche Bilder sind an einem Workshop von @peterulimax , organisiert durch @sacharuede entstanden. Model: @alina_ngle
Hier schreibe ich von meinen Erfahrungen aus verschiedenen Workshops.
Weitere Bilder aus diesem Workshop findest du bei mir unter @bnw_by_simone.rindlisbacher sehen.

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